Freitag, 11. Januar 2013

Kirchenaustritte 2012 rückläufig, aber dennoch über 50.000

Katholikenzahlen 2012:
Erneuter Rückgang bei Kirchenaustritten
Gesamtzahl der Katholiken in Österreich beläuft sich auf 5,36 Millionen - 52.425 Personen verließen im vergangenen Jahr die katholischen Kirche, um 11 Prozent weniger als 2011 - Kardinal Schönborn: Österreich bleibt christlich geprägt
Nach 2011 ist auch für 2012 ein erneuter deutlicher Rückgang bei der Zahl der Kirchenaustritte festzustellen, wobei alle Diözesen eine Rückgang der Austritte verzeichnen. Demnach sind 2012 laut aktuellen Daten aus den Diözesen 52.425 Personen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Das bedeutet einen Rückgang um ca. 11,2 Prozent gegenüber 2011, als 59.023 Personen die Kirche verließen. Schon 2011 hatte es einen deutlichen Rückgang der Kirchenaustritte von knapp 32 Prozent gegenüber 2010 gegeben, wo 85.960 Personen aus der Kirche ausgetreten waren. Dieser historische Höchststand an Austritten seit 1945 war damals zu einem Gutteil auf das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich zurückzuführen. Die Kirchenaustritte für 2012 liegen aber auch unter der Zahl von 2009, wo es 53.269 Austritte aus der katholischen Kirche gab.
Kathpress >>

Kirchenaustritte gingen 2012 um elf Prozent zurück
Wien - Die Austrittswelle bei den Katholiken flacht weiterhin ein wenig ab, bleibt aber auf hohem Niveau: 2012 verließen 52.425 Personen die Kirche, berichtete Kathpress am Dienstag. Das bedeutet einen Rückgang um rund 11,2 Prozent gegenüber 2011 (59.023). Somit gibt es derzeit 5,36 Millionen Katholiken in Österreich, Ende 2011 waren es noch 5,4 Millionen. 4.483 Personen wurden im vergangenen Jahr neu oder wieder aufgenommen.

Einen Höhepunkt erreichten die Austritte 2010, nachdem zahlreiche Missbrauchsfälle bekanntgeworden waren, die teils vor Jahrzehnten stattgefunden hatten. Damals kehrten 85.960 Personen der Kirche den Rücken, im Jahr darauf waren es 59.023. Mit den 52.425 Austritten im vergangenen Jahr liegt die Kirche noch immer leicht über dem Niveau von 2004, nachdem der Sexskandal im Priesterseminar St. Pölten publik geworden war.
Der Standard >>


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen