Freitag, 9. Oktober 2015

Zsifkovics feiert fünfjähriges Amtsjubiläum mit positiver Eigenbilanz

Zsifkovics feiert fünfjähriges Amtsjubiläum
Vor fünf Jahren wurde Ägidius Zsifkovics zum Bischof der Diözese Eisenstadt geweiht. Anfangs gab es von reformorientierten Laienorganisationen heftige Kritik: Nach dem als liberal geltenden Paul Iby folge der erzkonservative Zsifkovics. Er selbst zieht nun positive Bilanz.

Er habe den Bischofshof modernisiert, transparenter gemacht und ihn geöffnet, bilanzierte Zsifkovics. Von Kritikern wurde er zu Beginn seiner Amtszeit Ende 2010 verbal heftig attackiert - mit dem damals erst 47-jährigen Bischof beginne ein 30-jähriger Winter für die Kirche, sagte auch der Theologe Paul Zulehner.

Dazu meint der Bischof heute: „Ich glaube, die Bilanz nach fünf Jahren zeigt auch, dass diese Dinge, die damals an die Wand gemalt wurden, dass die wirklich jeder Sache entbehren und dass ich mich bemühe auf die Menschen offen zu zugehen.“ Dass er romtreu sei, wolle er auch gar nicht verleugnen: „Romtreu heißt einfach, dass der Bischof die Lehre der Apostel weitertragen soll.“ Wenn man so romtreu interpretiere, dann sei der das gerne, so Zsifkovics.

Für alle Themen offen

In Zsifkovics Amtszeit hat es mit Benedikt XVI. und Franziskus gleich zwei Päpste gegeben. Er verbinde in seiner Person beide Päpste, so Zsifkovics. Der eine habe ihn zum Bischof ernannt und die Haltungen und inneren Vorgaben des amtierenden Papstes könne er sehr gut als Bischof mittragen.

Zu den immer wieder gestellten Fragen nach Frauen als Priester oder der Haltung der Kirche zur Homosexualität, sagt Zsifkovics, dass er die Haltung der Amtskirche zu vertreten habe: „Dass man über alle Themen diskutieren kann und auch soll, um sie auch weiter zu entwickeln, das ist auch gut und wichtig.“

Kirche betreut 1.000 Flüchtlinge

Derzeit wichtigstes Thema sei die Flüchtlingshilfe. Mehr als 1.000 Menschen werden derzeit im Burgenland von der katholischen Kirche betreut. Man müsse endlich Frieden schaffen in Syrien, so der Diözesanbischof und warnt gleichzeitig vor einer verheerenden Entwicklung in Afrika: „Dort bereitet sich schon die nächste Katastrophe vor, wo Konzerne aus Europa den kleinen Bauern dort den Grund wegnehmen, um nur rasch viel Erwerb zu machen und das sind die Flüchtlinge von morgen.“

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1 Kommentar:

  1. Zwerg bleibt Zwerg - und steht er auf dem höchsten Berg.

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