Mittwoch, 5. Oktober 2011

Ein tief Gläubiger teilt seinem Bischof den Kirchenaustritt mit.

Der Laieninitiative wurde ein Brief, in dem Bischof  Schwarz (Diözese Linz) der Kirchenaustritt mitgeteilt wird, mit dem Ersuchen um Veröffentlichung unter Angabe des Namens übermittelt. Gern entsprechen wir dem.

"Ich habe ungefähr vor einem Jahr eine E-Mail an die Diözese geschickt, bis heute habe ich keine Antwort erhalten. Es ging damals noch nicht um den Austritt aus der katholischen Kirche, aber so manche Gedanken habe ich ausgesprochen.

Das heißt, es geschehen so manche Dinge in der katholischen Kirche, die ich als Gläubiger Christ nicht so hinnehmen kann. Ich bin christlich erzogen worden und fühle mich auch noch als Christ, auch wenn ich nicht mehr Mitglied der katholischen Kirche bin.

Es geht mir nicht um den Kirchenbeitrag. Der Ausschluss aus dem Empfang der Sakramente und alles was Sie da anführen, sagt ja, dass es der Kirche nur um das Geld und die Macht geht. Was da so in einem christlichen Menschen vorgeht, wenn man all die Tatsachen zu hören bekommt, das interessiert die Kirchenobrigkeit nicht, das sind ja alles Unwahrheiten. (Wasser predigen – Wein trinken). Außerdem kommt von so manchem starren Priester (Pfarrer Wagner), dass das der Kirche nichts macht, wenn sie Mitglieder verliert - schlanker wird.

Ich bin Krippenbauer, hobbymäßig, war Ministrant, habe meine Kinder christlich erzogen und gehe gerne in Pinsdorf in die Kirche. Wir haben einen prima Pfarrassistenten, Herrn Pumberger, der lebt „Christ sein,“ vor.
Der bringt die Liebe Jesus den Menschen näher, der lässt die Menschen diese Liebe Christi spüren. Warum sind Menschen, die das Charisma hätten, für die Priesterweihe ausgeschlossen, nur weil Sie verheiratet sind? Oder solche Priester, die zu ihrer Liebe zu einer Partnerin stehen, dürfen nicht mehr Priester sein. Wenn hier endlich ein Umdenken, das längst fällig wäre, erfolgen würde, denn Seelsorger werden gebraucht, gerade heute!
Ich glaube, dann würden diese Skandale mit Kindern aufhören. Es war von Jesus nie die Rede, dass Priester, das heißt Nachfolger Jesu, zölibatär leben müssen.

Der starre Kern der Kirche, angefangen vom Papst, der ganze Vatikan, die Bischöfe, sind starr und veraltert. Die Liebe zu den Menschen, die Christus vorlebte, fehlt! Öffnet Eure Herzen den Menschen! Lasst auch Frauen zum Priesteramt zu!

Ich lese gerne die Bergpredigt, gehe auch gerne in die Berge, dort bin ich Gott am nähesten, außerdem ist Gott überall, nicht nur in den Kirchen. Auch wenn mich die Kirchenobrigkeit durch meinen Austritt von den Sakramenten ausgeschlossen hat, „die Liebe Jesu zu mir und allen anderen Ausgetreten - könnt Ihr uns nicht nehmen.“

Eigentlich gehört ihr, die Ihr Hirten sein solltet, ausgeschlossen. Ihr tretet die Liebe Gottes mit Füssen. „Wo ist Eure Liebe zu den Brüdern und Schwestern Jesu?“

Ein Christ, der sich wie so Viele wünscht, „dass sich die Kirche, nicht nur die Kirchentür, öffnet!“
Ahamer Adolf, Pinsdorf

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