Freitag, 7. Oktober 2011

Email von Lothar Müller an Nuntius Peter Zurbriggen

Bruder Nuntius - Ihr Leben ist "kein einfaches"!!! Für einen Schweizer aber - so meine ich - durchaus - verständlich bzw. einsichtig!

Herzlich Ihr Lothar Müller (Theol.)                                                                      2011-10-06

Der Vogel ist abgeschossen!
Mit wie vielen Ellen mißt der Vatikan? Mit Piusbruderschaft wird „verhandelt“ – mit Kirchenreformern bestenfalls „geredet“. Wenn überhaupt.

Man lese die seriös – vorsichtige KATHPRESS vom 6.10.2011. Lefebrianer tagen in Albano bei Rom über Wiedervereinigung.

Stichworte:
·         Beratungen über eine Annahme der „Lehrmäßigen Erklärung“
·         Der Text des Vatikans verlange „Korrekturen“
·         „Angebot“ (!!) an die Tradition (muß) uns die Freiheit garantieren…
·         „Angebot“ – ein zweiseitiger Text…..
·         Fellay – Treffen mit Präfekten der Glaubenskongregation…
·         Acht Sitzungen von Experten
·         Präambel aktzeptieren….

Das sind dem Vatikan die paar abtrünnigen Bischöfe, „Patres“ („P.“ Nikolaus Pfluger, zitiert) usw. wert.

Und: was ist demselben Vatikan eine „Wir sind Kirche“ mit einer halben Million UnterstützerInnen, engagierte Laien – und Pfarrerinitiativen wert? Und das nur in Österreich.

Ein Schluss: Durchsetzungsmäßig sind die „Piusbrüder“ besser!!

Lesen Sie nun die Liste im zweiten Absatz von unten.

Präambel – wo gibt’s eine solche für die engagierten Laien, Pfarrer, Ökumenebewegte, KirchenvolksbegehrlerInnen? Hat der Kardinal seinen Inkardinierten je eine Präambel angeboten?

Acht Sitzungen von Experten. Also: soviel wie die paar Lefebrianer sind wir – tirolerisch gesagt – nicht „derwert“.

Treffen mit Präfekten der Glaubenskongregation: ich vergehe vor Ehrfurcht!!!

„Angebot“- naja! So hart waren die „Initiativen“ bisher – vielleicht bis auf die der meistbetroffenen Pfarrer – noch nie. Klingt so gewerkschaftlich.

Der Text des Vatikans verlangt nach „Korrekturen“: wenn das so ein dahergelaufener Laie sagen würde! Aber – trotzdem aus kirchlicher Sicht: er/sie ist ja KirchensteuerzahlerIn!!

Also: samtene Sprache! Viel von „Stellvertretung“ usw. Gott ist ja sehr nachsichtig. Vorläufig jedenfalls – das muss ich schon dazusagen.

Laut Kathpress werden die Lefebrianer – zusammengezählt – 1330 Sühnemessen“ feiern.
1000 allein wegen des Weltfriedenstreffens in Assisi.
Sorry! Aber das ist der einzige Punkt, den ich dem Vatikan zugute schreiben kann. Sonst nix. Absolut nix.

Die „Initiativen“ mögen sich jede Barmherzigkeit im Umgang  mit der papstabhängigen Hierarchie überlegen. Ein „Beten wir gemeinsam“ – das kann und soll nach dem „ins Angesicht widerstehen“ erfolgen. Amen.  

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