Freitag, 22. Februar 2013

Papst-Rücktritt wegen Sex und Erpressung im Vatikan?

Ein Dementi folgte auf dem Fuß, doch das Gerücht ist brisant: Italienischen Medien zufolge tritt der Papst wegen eines homosexuellen Priester-Netzwerks zurück. Auch Erpressung soll im Spiel sein.
 
Der Rücktritt Papst Benedikts XVI. könnte nach italienischen Presseangaben mit einem geheimen Schwulennetzwerk im Vatikan zu tun haben. Nach Informationen der Tageszeitung "La Repubblica" hätten sich Kardinäle aufgrund ihrer "sexuellen Orientierung" durch Laien erpressbar gemacht.

Demnach habe sich der Papst am 17. Dezember zum Rückzug entschlossen – an dem Tag, an dem ihm drei eigens dazu beauftragte Kardinäle einen 300-seitigen Geheimbericht zur sogenannten Vatileaks-Affäre vorlegten. In dem "in rot gebundenen" Dossier unterscheiden die Kardinäle mehrere Fraktionen innerhalb der Kirche, darunter eine, deren Mitglieder einander "durch ihre sexuelle Orientierung" verbunden seien. Einer der Verfasser des Berichts, Kardinal Julián Herranz aus Spanien, habe gegenüber Benedikt XVI. bereits am 9. Oktober das Wort "Homosexualität" geäußert.

Damals soll auch schon erklärt worden sein, die Mitglieder der vermeintlichen homosexuellen Fraktion seien Opfer von "externer Beeinflussung" geworden, durch Personen, denen sie in "mondäner Natur" verbunden seien. Die Zeitung interpretiert diese Formulierung als Anspielung auf Erpressung durch Laien. Ebenfalls aufgelistet werden in dem Bericht Treffpunkte des "Netzwerks", darunter ein Haus außerhalb Roms, eine Sauna in einem römischen Vorort, ein Kosmetiksalon im Zentrum der italienischen Hauptstadt und ein Studentenappartement, das ein norditalienischer Erzbischof als Wohnsitz in Rom nutzt.
Die Welt >>


Offene Fragen nach „Vatileaks“ und Papst-Rücktritt
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Die „Vatileaks“-Affäre war nach Meinung des Journalisten und Papst-Biografen Peter Seewald nicht der Anlass für den Amtsverzicht Benedikts XVI. Der Verrat seines langjährigen Kammerdieners Paolo Gabriele habe den Papst weder aus der Bahn geworfen noch amtsmüde gemacht, hatte Seewald nach einem Gespräch mit Benedikt XVI. in der Sommerresidenz in Castel Gandolfo im vergangenen August berichtet. Doch der Fall um die entwendeten Papst-Dokumente, die zum Teil an die Öffentlichkeit gelangt sind, zählt zu den spektakulärsten Skandalen in der ganzen Geschichte des Vatikans.

Bisher war noch nie ein enger Mitarbeiter des Papstes mit derart gravierenden Vorwürfen konfrontiert worden. Nicht auszuschließen ist, dass die Verbitterung wegen des Skandals sowie die Machtkämpfe unter den Kardinälen in der Kurie den Papst in seinem Entschluss zum Rücktritt bestärkt haben. Die italienische Zeitung „La Repubblica“ sprach am Donnerstag von der Erpressbarkeit einiger Kardinäle und bezog sich dabei auf einen Geheimbericht zur „Vatileaks“-Affäre, den drei Kardinäle am 17. Dezember 2012 dem Papst vorgelegt hatten.
religion.ORF.at >> 


Angebliche Erpressung schwuler Würdenträger:
Machtspiele in der Gerüchteküche Vatikan
Papst Benedikt XVI. tritt ab. Doch war die Gesundheit tatsächlich der entscheidende Grund? Oder waren seine engsten Mitarbeiter am Ende erpressbar? Inmitten von Gerüchten beginnt die Suche nach dem Nachfolger.
Süddeutsche >>


Was steckt hinter den bösen Gerüchten?
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RTL-News: Sexorgien und Erpressung im Vatikan

1 Kommentar:

  1. Es wundert nicht wirklich. Zu meiner Studentenzeit in Bonn gab es zwei Priesterseminare und einen Gayclub. Es war ein offenes Geheimnis, daß man dort in den 90ern genug Priesteramtskandidaten und Theologiestudenten antreffen konnte, um eine Große Messe mit Chor und Orchester personell zu besetzen.
    Aber die Kirche versucht, über die Sexualität Mann wie Frau zu kontrollieren und zu unterwerfen. Mit teilweise abstrusen und auf fadenscheinigen alttestamentarischen, teilweise lange nach Christus eingefügten Sprüchen.
    Solange die Katholische Kirche Schwule und Lesben ausgrenzt, kriminalisiert und in die Schmuddelecke drängt, macht sie sich selber erpreßbar. Zwei Personen gleichen Geschlechts, die in gegenseitigem Respekt und in Liebe füreinander Verantwortung in einer Partnerschaft übernehmen, verdienen auch den Respekt der Kirche.

    Da kommt langsam der Wunsch hoch, der italienische Premier möge ein paar Carabinieri entsenden, diesen staatlichen Anachronismus Vatikan beenden und als Kunst- und Architekturmuseum in staatliche italienische Regie überführen.
    Und wenn ich Stimmen wie die des ghanaischen Kardinals Turkson höre, der allgemeine Menschenrechte den Moralvorstellungen der Kirche untergeordnet sieht, dann steht mir das Messer in der Hose auf. Da schrillen die Alarmglocken und ich hoffe, daß solche Stimmen zum Schweigen gebracht werden. Oder daß unsere Gesellschaft endlich dafür sorgt, daß hierzulande endlich eine absolute Trennung von Staat und Kirche stattfindet.

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