Dienstag, 30. September 2014

Wirbel in Großwarasdorf: Bischof Zsifkovics im Pfarrhof eingesperrt

Bischof Ägidius Zsifkovics und andere Geistliche wurden im Großwarasdorfer Pfarrhof eingesperrt. Die Polizei musste helfen. 

Im Pfarrhof von Großwarasdorf kam es am vergangenen Freitag – wie die BVZ exklusiv erfuhr – zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz: Bischof Ägidius Zsifkovics und andere Geistliche wurden regelrecht eingesperrt. Dies bestätigte am Montag die Diözese Eisenstadt auf Anfrage der BVZ.

Von außen gezielt angebrachte Sperrvorrichtung
Bischof Ägidius Zsifkovics habe zunächst in Kleinwarasdorf mit Bischofsvikar Stefan Vukits und anderen Geistlichen die Seelenmesse für den kürzlich verstorbenen Diözesanpriester Stipe Mlikotic zelebriert. Im Anschluss fuhr man gemeinsam nach Großwarasdorf, um im dortigen Pfarrhof eine Agape zu halten. „Dort kam es zu einem äußerst bedenklichen Zwischenfall“, heißt es von der Diözese.

Nach der Agape fanden Bischof Zsifkovics, die anderen Teilnehmer und die geistlichen Schwestern das große Tor des Pfarrhofes mit einer zwischenzeitlich von außen gezielt angebrachten Sperrvorrichtung verschlossen vor, sodass niemand den Pfarrhof verlassen konnte und polizeiliche Hilfe in Anspruch genommen werden musste.

Staatsanwaltschaft wird jetzt eingeschaltet
Die Polizei hat nach der Öffnung des Tores die Aussagen aller Betroffenen aufgenommen und sofort mit der Spurensuche begonnen.

„Auch wurden Aussagen Dritter zum möglichen Täter bzw. Täterkreis zu Protokoll genommen, zumal verdächtige Personen im zeitlichen und räumlichen Umfeld der Tat gesichtet wurden. Da es bereits in der jüngsten Vergangenheit in Großwarasdorf zu ähnlich gelagerten nötigungsähnlichen Handlungen gegen kirchliche Personen gekommen ist, verfolgt die Polizei sehr konkrete Spuren und hat mitgeteilt, die Staatsanwaltschaft wegen des Delikts der Nötigung einzuschalten“, so die Diözese.
Quelle: bvz.at


Bischof in Pfarrhof eingesperrt
Zu einem ungewöhnlichen Einsatz ist die Polizei am Freitag in Großwarasdorf gerufen worden. Sie kam dem Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics zu Hilfe, nachdem Unbekannte ihn und andere Geistliche im Pfarrhof eingesperrt hatten, berichtete die „BVZ“.
Die Diözese Eisenstadt bestätigte den Vorfall am Dienstag. Man sprach von einem „äußerst bedenklichen Zwischenfall“. Der Bischof habe zuvor im benachbarten Kleinwarasdorf mit Bischofsvikar Stefan Vukits und anderen Geistlichen die Seelenmesse für einen kürzlich verstorbenen Priester der Diözese gefeiert. Danach sei man nach Großwarasdorf gefahren, um im Pfarrhof eine Agape zu halten.

Nach Agape im Pfarrhof eingesperrt
Nach der Agape hätten Bischof Zsifkovics, die anderen Teilnehmer und die geistlichen Schwestern das große Tor des Pfarrhofs mit einem Kettenschloss versperrt vorgefunden, so der Sprecher der Diözese Eisenstadt, Dominik Orieschnig. Niemand aus der Trauergemeinde habe den Pfarrhof verlassen können, polizeiliche Hilfe musste in Anspruch genommen werden, um das Tor zu öffnen.

Unruhe nach Absetzung des Pfarrers
In der Pfarre Großwarasdorf gärt es seit Monaten wegen der Abberufung des früheren Pfarrers gegen den Willen der Gläubigen - mehr dazu in Großwarasdorf: Pfarrer des Amtes enthoben, Causa Jelic: Gläubige blockieren Pfarrhof, Pfarrer-Streit: Wieder Demo gegen Absetzung. Der Vorfall von vergangenem Freitag sei nicht der erste nötigungsähnliche Zwischenfall gewesen, sagte Orieschnig. Es habe in diesem Zusammenhang ganz gezielte Handlungen gegeben, leitende Mitglieder der Diözese Eisenstadt vom Betreten des Pfarrhofes abzuhalten, auch durch den Einsatz physischer Mittel.
Die Polizei ermittelt und will die Staatsanwaltschaft wegen des Delikts der Nötigung einschalten. Jedenfalls wurden verdächtige Personen rund um den Pfarrhof beobachtet, es gebe „sehr konkrete Spuren“, hieß es am Dienstag.
Quelle: burgenland.orf.at 


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Es geht um dieses Gartentor, durch das der Phaeton zwar hinein, aber nicht mehr heraus kam.
 

Kommentare:

  1. Der Bischof ist selber schuld, wenn er den kroatischen Hochburgen die Stirne bieten will. Oder bekommt er nicht mit, dass er kaum irgendwo willkommen ist?

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    1. Genau dieser Meinung bin ich auch! Er hat sich das alles selber zuzuschreiben. Eigentlich gehört er abgesetzt, nicht die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. 99% der gläubigen wollen die Absetzung sowieso.

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  2. Der Bischof wurde nicht eingesperrt - sondern "ausgesperrt" - möglicherweise beginnt er schön langsam zu bergreiffen, daß er nicht gewollt ist und zurücktreten sollte; bei dieser Gelegenheit kann er ja gleich die Frau Pinter mitnehmen: sie geht zurück in den Landesdienst, er muß sich eine Priesterstelle in eine kroatischen Pfarre suchen - wenn ihn eine haben will !
    ein weiteres trauriges Ereignis in unserer Diözese.

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  3. Das Aussperren von Menschen ist eine Methode, der sich auch Frau Pinter in der Vergangenheit bedient hat- sie ließ das Schloß des Büros eines leitenden Mitarbeiter über Nacht einfach austauschen - diese durfte dann nur noch mit Genehmigung eines Pfarrers das Büro betreten -
    Auch ließ sie Schlösser der Räume einer Pfarre einfach austauschen -
    gängige Vorgangsweise in der Diözese Eisenstadt -
    über was regt sich jetzt der Bischofshof auf?

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  4. Hinter der Aktion den Bischof von Eisenstadt mittels Eisenkette im Pfarrhof von Großwarasdorf einzusperren steht eine bestimmte Absicht. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden: welche?

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  5. quo vadis diözese?
    schön langsam aber sicher sieht man wohin die diözese trudelt - ganz schnell in den abgrund aber einige pfarrer stehen sogar noch dabei und klatschen beifall. nachdem es dafür im bgld aber zu wenige gibt (vor allem welche die hinter oder neben oder mit dem bischof stehen) holt er sich welche aus anderen diözesen, ich denke, dass es zeit würde, dass auch der vatikan davon wind bekommt, aber wahrscheinlich decken selbst kardinal und nuntius diese vorgangsweise.

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  6. Einfach peinlich!
    Es hat niemand das Recht, jemanden einzusperren. Das soll nicht Methode sein, aber es ist erschütternd und noch vor wenigen Jahren unvorstellbar für uns Katholiken einen Bischof nur irgendwie zu "verletzen". Es ist ein Akt der Verzweiflung. Vielleicht sollte es doch eine höhere Stelle eingeschaltet werden, bevor ein "Flächenbrand" entsteht.

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  7. Wenn man das Gartentor sieht, das versperrt war, dann kann man nicht sagen: "der Bischof war eingesperrt", sondern höchstens: "sein im Garten geparktes Auto konnte nicht wegfahren..."
    Oder identifiziert er sich 100 % mit seinem Schlitten, wie das bei manchen Männer Brauch Tradition ist?

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